Wanderung im Teide Nationalpark – Montana de la Botija und Montana Samara

Der Teide Nationlpark ist unser persönliches Highlight von Teneriffa. Wir sind mal wieder schier überwältigt von der vulkanischen Weite und die kurvenreiche Auffahrt, auf den sich im sehr groben Schnitt auf in 2000 Meter Höhe befindlichen Nationalpark, macht einfach Spaß.

Vorausgesetzt man ist rummeltauglich. Bei mir ist das tagesformabhänig. Ausgeschlafen sein und selbst am Steuer sitzen, erhöht die Verträglichkeit. Die Wanderung, auf welche wir dich in diesem Beitrag mitnehmen, hat uns besonders gut gefallen.

Nur wenige Autos finden Platz auf dem Wanderparkplatz. Der Platz selbst findet sich bei Kilometer 7,7 an der Straße TF 38. (zwischen Chio – Boca Tauce). 

Ein Grund, hier hinauf zu fahren, ist neben der wunderschönen Natur, das zumeist bestechend klare gute Wetter. Der Nationlapark liegt oberhalb der Passatwolken und so haben wir nicht nur einmal die graue unliebsame Wolkendecke durchfahren, um dann bei allerschönstem Sonnenschein zu wandern. 15-20% weniger Sauerstoff solltet ihr bei der Wanderplanung mit einrechnen.   

Also wie gesagt, wir starten am besagten Wanderparklatz und halten uns zunächst an Weg Nr. 32.

Der Weg ist absolut nicht zu verfehlen und so haben wir Zeit, die den Weg säumenden lang-und-noch längernadeligen Pinien regelrecht zu bestaunen. Zum blauen Himmel und den vulkanisch dunkelgrau gefärbten Untergrund geben die Bäume einen ganz tollen Kontrast.  

Schon bald beginnt der Weg leicht anzusteigen und die Gipfelspitzen der Vulkankegel schieben sich ins Bild. Bezaubernd. 

An der Weggabelung mit Weg Nr. 9 steigen wir etwas straffer hinauf und laufen irgendwann direkt auf den Pieco Viejo (3143m) zu. Wir sind ihm so nahe, dass sich der herrschaftliche und eigentlich viel höhere Teide eine ganze Weile in seinem Schatten verbirgt. Doch das macht überhaupt nichts. Die Lavaebene, der Blick in die verschiedenen Farben und auf die mühselig und trotzdem stabil wachsenden Pflanzen ist wunderschön und unterhaltsam genug. 

Oben wird es extrem windig und damit empfindlich kalt. Immer wieder hoffe ich auf den Windschatten der überall umherliegenden riesigen Lavabrocken. Jedoch, keine Chance. Der Wind scheint von überall herzukommen. 

Erst eine ziemlich große Lavaröhre spendet Schutz und auch Sonnenwärme. Der Zutritt ist durch ein Gitter versperrt, die Lavastruktur deutlich erkennbar. 

Dann beginnt der Weg sich langsam wieder abwärts zu wenden. Immer wieder drehen wir uns um und schauen zum Vulkankegel. Magisch diese Dinger, warum auch immer. Ist es die Ebenmäßigkeit des Kegels, die Farbe der Lava oder doch diese herrschaftliche Beständigkeit, mit der sie fast unkaputtbar die Landschaft verzieren? Ich weiß es nicht – ich weiß nur, dass ich diesen Anblick sehr mag. 

Seit unserer Lavawanderung auf Hawaii sind wir sowieso mächtig infiziert und so freuen wir uns den Kullerkeks, als dann der Wanderweg noch direkt durch einen ehemaligen Lavastrom hindurchgeht. Das Zeug ist wirklich spitzkantig, gutes Schuhwerk selbstredend. 

Dann kommt noch ein etwas rutschiger Teil, diesen grauen Hang hinunter. Marcus fragt mich gerade noch, warum ich so komisch laufe, ob ich mir wohl in die Hosen gemacht hätte … ahja … ganz bestimmt….. und schon reist er reflexartig die Arme hoch. Es staubt wie verrückt und dahinten lugt durch die Wolkendecke der Roque de los Muchachos von La Palma. Ganz tolle Kulisse….

Also …. sollte dich dein Weg mal nach Teneriffa führen, mit dieser Wanderung machst du nichts falsch. 

Dauer: 3,15 Minuten (inklusive Fotostopps)

Länge: 9,5 Kilometer

Wege: TF 32, TF 9, TF 38, TF 13

Startpunkt: Kilometer 7,7 der Straße TF 38

Einkehrmöglichkeit: keine 

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