Eine Reise in die Welt ist auch immer eine Reise zu sich selbst

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Bewusst oder unbewusst – ich bin mir sicher, jeder sucht und findet genau das Reiseziel, was zu den eigentlichen Bedürfnissen passt. Die sind uns nicht immer so klar und genau aus diesem Grund wollte ich in diesem Beitrag mal ein wenig zur Reiseplanung 2020 reflektieren.

Das Jahr startet mit einer Überraschung für Marcus – die wird sich exakt am 24.12. lüften. Genau dann, wenn das letzte Puzzleteil – nämlich „die“ heißersehnte Bildmitte aus dem Adventskalenderpäckchen Nr. 24 endlich freigegeben wird. Ich gebe zu, dieser Ausflug ist natürlich nicht ganz uneigennützig geplant – eine Destination, wo ich schon sehr lange mal hin wollte. Bevor wir lange überlegen und noch zig andere Ziele dazwischengrätschen, habe ich einfach ein Foto ausgedruckt, als Puzzle kleingeschnitten und mühsehlig die Schnippselchen in winzige Päckchen verpackt. Er muss also JA sagen 🙂 Da wir uns aber in Sachen Ausflüge und Reisen eh meist sehr schnell einig sind, mache ich mir keine Sorgen. Schon jetzt freue ich mich auf diesen kleinen Ausflug im Januar, denn genau diese Minihighlights feuern so richtig meine Neugier, meine Entdeckerlust und nicht zuletzt meine Energie an. Eine kleine Blitzablenkung – einfach mal raus aus dem recht prall gefüllten Alltag. Das wird schön … einen Blogbericht wird es dazu hier natürlich auf alle Fälle geben.

Nicht viel später, nämlich im am 15.02., dann wenn es hier in Deutschland wahrscheinlich noch richtig kalt ist – holen wir uns den Spirit der Reisenden und Fotografierenden nach Potsdam. Du kannst dabei sein – wir haben zu einem kleinen BarCamp ausgerufen. Das 1. Potsdamer Reise- und Fotoblogger BarCamp. Keine riesige Sache – wir haben eine konkret begrenzte und überschaubare Teilnehmerzahl.  Doch was genau bedeutet dieses Event für mich – warum habe ich Lust auf diese experimentelle Reise? Ich liebe es zu organisieren, ich liebe es Menschen zusammenzubringen – ich liebe es, wenn sich Menschen offenherzig, ehrlich und mit Neugier begegnen. Und weil ich gern jeden Tag die Welt ein Mini-Stück schöner und friedlicher machen möchte – habe ich zusammen mit meiner Bloggerkollegin Kerstin dieses Event ausgeschrieben. Im Rahmenprogramm unterstützen wir Weltkulturerbe… und entdecken einen Teil dieser wunderschönen meiner jetzigen Wahlheimat. Am meisten bin ich natürlich gespannt – ob genug Blogger Lust haben – zu uns nach Potsdam zu kommen. Falls es spontan „Jaaaaa“ ….. „Iiiiiichhh“ aus Dir ruft …. hier kannst Du Dich informieren und auch anmelden.

Und dann gibt es das pralle Kontrastprogramm zur Potsdamer Beschaulichkeit. Ungefähr einmal monatlich werde ich mich nächstes Jahr in die S-Bahn schwingen und nach Berlin tuckeln. Ist ja eigentlich gleich um die Ecke aber so richtig oft bin ich nicht mehr da, seit wir in Potsdam wohnen. Nein, das wird kein Sightseeing – mit einer weiteren traumatherapeutischen Fortbildung werde ich mal wieder eine tiefe Innenreise zu mir selbst starten. Ist das ein Zufall, dass so etwas in Berlin stattfindet? Die Stadt mit allen Eventualitäten, Kuriositäten – die pulsiert wie das Trauma im Menschen? …. naja – ich werde auch hier einfach mal ganz banal den Spirit der vielen Touristen genießen – in der Pause mal in einem Cafe sitzen… ich freu mich schon.

Der größte und umfangreichste physische Reiseplan steht, wir werden im nächsten Jahr 4 Wochen nach Utah / USA reisen. Ich flippe jetzt schon aus, denn Marcus hat wieder einen Camper gebucht. Für mich gibt es fast nichts schöneres … Camperurlaub ist Freiheit pur. Meistens haben wir nur eine grobe Route die sich vor allem aus verschiedenen „must-see´s“ speist. Ansonsten entdecken wir einfach Land und Leute und verweilen im Moment. Dabei kann ich wirklich von allem mal so richtig loslassen. Keinerlei Termine, keinerlei Verpflichtungen, vielleicht sogar mal ein Funkloch und der meiste Teil des Tages findet draußen statt. Mal passiv sein, in den Tag hineinleben (was uns mehr oder weniger gut gelingt 😉 …. Auf solchen Reisen hole ich mir Kraft, die für viele Monate Praxisarbeit reicht – da kann kein perfekt geplanter Pauschalurlaub und auch  nicht das schickeste Hotel mithalten. Gigantische Natur pur … wir werden Euch auf alle Fälle ein wenig teilhaben lassen.  Auf einem ellenlangen Flug werden wir Las Vegas ansteuern – oh mein Gott, das hört und fühlt sich für mich noch richtig utopisch an aber ich spüre richtig dolle Vorfreude und ich weiß – wir haben uns für das richtige Ziel entschieden …. ich liebe dieses Gefühl von echter Freude …

Zählt das auch als Reiseziel – ich weiß es nicht – jedenfalls hatte ich mir schon für 2019 vorgenommen, jedes Wochenende 10 Kilometer zu wandern oder zu joggen. Wir schaffen es zwar nicht jedes Wochenende – waren aber definitiv viel mehr in der Stadt und im Umland unterwegs als das Jahr zuvor – und haben damit eindeutig mehr Entdeckungen in der eigenen Stadt gemacht. Gehen um des Gehens-Willen …. öffnet den Blick und auch meine Gedanken. Ich werde auch in 2020 einige Wanderungen und damit Entdeckungen in der näheren Umgebung machen. Und wenn es richtig gut läuft – hier auch darüber berichten. Wenn Du mal mitwandern willst – gib mir einfach Bescheid.

Wen wir auf alle Fälle nicht versetzen wollen ist Klaus Störtebecker. Jahr für Jahr genießen wir die Freilichtbühne und den berühmten „Wimpernschlag der Geschichte“ in Ralswieck auf Rügen, so auch in 2020. Die Karten reserviert meine Schwester, die hat mittlerweile richtig Plan, wo man gut sitzt und vor allem denkt sie ganz im Gegenteil zu mir absolut rechtzeitig daran, Karten zu ordern. Eine ganz tolle Veranstaltung, bei der schon mal die Bühne explodiert. Doch bevor das passiert – folgt diese Show ganz bestimmten Ritualen. Erst ist großes Ankommen, alle futtern noch was an den zahlreichen gastronomischen Ständen. Dann ertönt das Signal und so langsam füllen sich die Ränge. Unter Nebelschwaden reitet Klaus Störtebecker ein, während der Erzähler die Geschichte beginnt zu spinnen. Dorfleben beginnt zu spielen, fantastische Reiter jagen über die Sandbühne, der „Kleene“ verunglimpft meinen sächsichen Heimatdialekt – das Publikum liebt ihn …. ja und dann oh schmalz … singt Lippi uns vom Albatros. So richtig schön schnulzig – aber eben so richtig schön. Am Ende liegt sich meist ein Liebespaar im Arm und es folgt das Feuerwerk … „sail away …. you can fly …. dream your dream ….  wird gespielt … tja – und dann … sind wir Jahr für Jahr hin und weg …. Hier geht es zu einem Video, was ich dazu mal gemacht hatte:

So schön ist Rügen und was du für einen Besuch bei Störtebecker alles brauchst.

So und im letzten Beitrag hatte ich es auch schon mal erwähnt – dann folgt für mich noch 2x Köln. Auch hier geht es wieder um traumatherapeutische Weiterbildung – also wohl eher wieder eine Innenreise. Aber eine – die so richtig zum Ziel führt. Die Heilung von Entwicklungstraumen nach Dr. Laurence Heller geht sowas auf den Punkt … das keine Ausrede und auch keine Strategie mehr Bestand hat. Auch wenn ich die meiste Zeit in der Uta Akademie „gefangen“ sein werde – werde ich mir auch beim nächsten Mal gleich am Bahnhof wieder ein Bike ausleihen und die Stadt per pedales erobern. Das macht richtig Spaß und neben der erwähnten Gondelfahrt über den Rhein, welche ich irgendwie hinbekommen möchte – würde ich natürlich irre gern mal den Radweg am Rhein ein Stück entlang fahren. Mal schauen … habt Ihr Tipps für Köln, dann schickt sie mir gern. Letztes Mal bin ich einigen Tipps von Kathi vom Kulturtänzer-Blog gefolgt.

Und auch noch 2x wartet München auf mich. Mit der Stadt verbinde ich natürlich so einiges – paar Jahre sind Marcus und ich zwischen Berlin und München gependelt. Die Stadt ist also der einzige und wunderbare Trigger für unsere Liebesgeschichte. Da ich aber auch hier mit Fortbildung und Berufsverbandlichen Aktivitäten beschäftigt sein werde, werde ich wahrscheinlich alleine fahren.

…so … ein Blick in den Terminkalender und ich sehe, das Jahr ist gut gefüllt. Ich bin mir aber sehr sicher, dass mehrere Besuche in meiner Heimatstadt Leipzig noch dabei sein werden und eigentlich möchte ich auch mindestens 1x im Jahr in den Spreewald paddeln – was selten darüber hinaus selten fehlt, ist der Herbsturlaub irgendwo in der Sonne. Das hat uns bisher oft vor schlimmen Erkältungen bewahrt. Doch das ist einfach noch viel zu lange hin – zumindest für uns und unsere Reiseplanung 😉

Für den Rest der Zeit – die dann noch übrigbleibt – lasse ich mich, lassen wir uns gern inspirieren … und ich bin schon jetzt gespannt auf meinen eigenen Jahresrückblick 🙂

Ja und wo all die vielen anderen Reiseblogger in 2020 so hinreisen, liest Du auf dem prall gefüllten Blog von Thomas und Melanie – oft lese ich die sehr authentischen Beiträge der beiden – und dieses Mal haben sie zur Blogparade „Reisepläne 2020“ aufgerufen. Dem Aufruf bin ich mit diesem Beitrag sehr gern gefolgt.

Dankeschön – dass Ihr alle wieder ein wenig mitgereist seid und bis bald!

4 thoughts on “Eine Reise in die Welt ist auch immer eine Reise zu sich selbst

  1. Hallo Sandra,

    vielen Dank für Deinen tollen Beitrag zu unserer Blogparade.

    „Eine kleine Blitzablenkung“ – als Bezeichnung für Kurztrips, das werde ich gelegentlich klauen. Die Bezeichnung in die Idee dahinter ist genial.

    Ihr habt ja sehr schöne Reisen geplant. Alleine um die vier Wochen in Utah beneide ich Euch schon. Und dann noch mit dem Wohnmobil. *hach* *seufz*

    Von dem Barcamp habe ich bisher nichts mitbekommen. Jetzt überlege ich, ob ich mal für ein Wochenende nach Potsdam komme. Dafür muss ich mal den Kalender befragen.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,

      auch Dir danke für den Impuls. Hat Spass gemacht, den Beitrag zu schreiben. Das BarCamp ist noch nicht so lange veröffentlicht – und wir sind ja auch eher ein kleiner unbekannter Verein 😉 – wir freuen uns daher natürlich über fleißige Werbung … Potsdam ist auf jeden Fall eine Reise wert 🙂

      Auf Utah sind wir auch gespannt – und wir sind auch irgendwo stolz auf uns, dass wir uns das einmal im Jahr so hinorganisieren. Das lädt unsere Batterien massiv auf 🙂

      Liebe Grüße
      Sandra

  2. Hallo,
    vielen Dank für deinen Ausblick auf deine Reisepläne für 2020.
    Besonders die Reise in die USA wird bestimmt unvergesslich.
    Ich selbst werde das komplette Jahr in Südamerika verbringen und bin jetzt schon riesig gespannt, was ich alles sehen und erleben werde.
    Ich wünsche dir ein unvergessliches Reisejahr 2020
    Liebe Grüße
    Jenny

    • Hi Jenny. Südamerika klingt ja auch toll … dann wünsche ich auch Dir ein tolles Reisejahr 2020 🙂 Lg Sandra

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