8/28 Hawaii: weg vom Dschungel und Vulkangeschehen in höhere Regionen

Von Keeau – nach Paauilo

Nun heißt es langsam Abschied nehmen vom aktiven Vulkangeschehen und vor allem von der rundum grünen Oase, in welcher wir die letzten Nächte verweilt haben. Bis Ende März ist Regenzeit auf Hawaii und die gibt sich dieses Jahr scheinbar richtig die Ehre. Es regnet in Strömen. Unvorstellbar, dass auch nur irgendein Ausflug heute Sinn macht.

Blick von unserem Balkon

Zeit für uns also, die Taschen in Ruhe zu packen, wieder ein wenig zu bloggen um dann Richtung Norden der Insel aufzubrechen. Denn unsere Fahrt geht nun an der wetterungemütlicheren, feuchteren Ostseite entlang. Zunächst erreichen wir die auf den ersten Blick gesichtlose Stadt Hilo. Aber das mag wirklich an dem trüben Licht liegen. Wir werden später wiederkommen und genauer hinschauen.

Streetfoto Hilo

Die Hauptstadt liegt an der gleichnamigen Bucht. Der sogenannten Hilobay und ist die größte Stadt auf Big Island. Doch nicht nur mit dem größten Regenaufkommen der Welt kann die Stadt aufwarten. Leider ist dieser Ort aufgrund der Lage sehr tsunamigefährdet.

Ein Aussichtsparkplatz am Highway gibt Blick auf Bucht und Hafen. Ein Kreuzfahrtschiff ankert gerade. Der Parkplatz ist recht vermüllt, was uns schnell weiterziehen lässt.

Aussicht auf die Hilobay

Bald zweigt eine Panoramaroute vom Highway ab und wir tauchen unmittelbar in frisches, vom Regen gespültes Grün. Wunderschön. Immer wieder halten wir an, atmen grünfrische Luft und fangen ein paar Fotomomente ein.

Irgendwo auf der Route Nähe Hilo

Später kommen wir wieder auf den Haupthighway und dann wird es wieder spannend. Als Adresse haben wir dieses Mal nur die Ziffer eines Meilensteins. An der Straße gegenüber würden wir dann wohl abgholt werden. So zumindest schrieb uns Frank, unser nächster Gastgeber einer weiteren AirB&B-Unterkunft.

Gern suchen wir diesen Meilenstein, doch ein wenig komisch fühlt es sich schon an, denn mittlerweile ist die Landstraße nur noch von sehr hohen und ebenmäßig gepflanzten Eukalyptusbäumen gesäumt. Gefühlt sind wir irgendwo im nirgendwo und insgeheim hoffe ich, dass es noch mal urbaner wird.

Wird es aber nicht. Der Meilenstein steht wirklich in der Prärie. Wir halten, warten und geben Frank Bescheid, dass wir da sind. Nur wenige Minuten später kommt er mit seinem PKW den Berg runtergefahren. Eine sehr freundliche und herzliche Begrüßung, wir sollen ihm hinterherfahren.

Zügig geht es straff die schmale Bergstraße hinauf. Später wissen wir, dass wir auf ungefähr 600 Meter hochgefahren sind. Vorbei an landwirtschaftlichem Gebiet, Wiesen, hohen Wäldern. Auch wieder über die berühmten Bodenwellen. Irgendwann beginnen bewohnte Privatgrundstücke und wir biegen ab. Es geht durch diesen Bambuswald und wenn wir jetzt Teil einer Entführung wären, ich würd´s glatt glauben.

Fahrt durch den Bambuswald

Nicht nur Menschen wohnen hier – auch diese Kameraden fühlen sich hier wohl.

Vorsicht Wildschweine – gesehen haben wir keins.

Ja und dann stehen wir vor einem Tor. Frank gibt den Zahlencode ein und wir fahren auf ein wunderschön grünes am Hang liegendes Grundstück. Riesige Bäume, Wiese und unser Domizil für die nächsten Nächte. Auf der Stelle sind wir ausnahmsweise mal nicht gegenseitig in uns …. sondern in unser Tinyhouse verliebt.

Tinyhouse

Ganz bewusst haben wir dieses Minihaus gemietet. Irgendwie faszinieren mich diese Raumwunder. Nur um mal eine Relation zu zeigen. Wir parken direkt neben dem Haus ……..

Relation Auto – Tinyhaus

Später werde ich noch einen Beitrag bringen, in welchem ich nochmal genauer über unsere Unterkünfte berichte. Wir beziehen das Häuslein und würdigen Franks Arbeit. Er hat es in Eigenregie errichtet und es fehlt an keinem Detail.

Wir fühlen uns total wohl und dennoch wollen wir noch kurz die Umgebung erkunden. Wir fahren in den nächstgelegenen Ort und finden eine kleine Keksmanufaktur. Ein Geheimtipp ist das sicherlich nicht mehr, aber wenn ihr da seid – holt euch ruhig eins zwei Tütchen. Die sind sehr lecker.Und immer wieder kaufen wir nebenbei bemerkt auch eben genau in diesen lokalen Geschäften, um die Leute vor Ort zu unterstützen. Egal ob Spreewald oder Hawaii.

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Versorgt mit Kaffeegebäck fahren wir dann zurück zum Häuslein, denn in der direkten Umgebung gibt es wirklich nix zu besichtigen außer Wald. In dieser Unterkunft wird uns sogar Kaffee zur Verfügung gestellt. Wir brühen uns also schön frischen Kaffee aus dem Glaskaffeebereiter und während wir daran schlürfen – veröffentliche ich den ersten Blogbeitrag überhaupt von unterwegs. Das gab es noch nie, solange es TrippTipp gibt. Fühlt sich gut an.

Im Laufe der nächsten Stunden, wo wir so sitzen und tippen und lesen, merken wir jedoch, dass die Kälte der Höhe mächtig in uns kriecht. Nässe und Kälte ergibt ein ganz fürchterliches Gemisch, sodaß ich kurz darauf ungelogen mit Leggings und Merinopullover ins Bett krieche. Sag mir noch mal einer Hawaii ist warm! (ihr lest den dringen Hinweis, auch für solche Momente gewappnet zu sein, oder?)

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2 thoughts on “8/28 Hawaii: weg vom Dschungel und Vulkangeschehen in höhere Regionen

  1. … armen grünfrische Luft finde ich toll formuliert… Habe so eben herzlich gelacht bzgl „Entführungsgedanke“ und über das Foto „Auto und Tynihaus“. Du schreibst so, dass man das Gefühl hat, dabei zu sein.

    • Hallo Anja,
      danke wie immer für den Kommentar …. der Beifall für den Blogger 🙂
      Schön zu wissen, das die Beiträge gelesen und auch noch für gut befunden werden 🙂

      Die Reise geht weiter!
      Sei gespannt 🙂
      Liebe Grüße aus Potsdam
      Sandra

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