21/28 Hawaii: Umzug – von Wailua nach Kilauea

Natur pur in dieser Wohnanlage

Während ich das schreibe, sind wir umgeben von dschungelartigem Grün und die tropischen Vögel, deren Namen ich nie erfahren werde, geben sich ein abendliches Stelldichein. Es flötet, piepst und tschiept einfach wunderschön. Zwischendurch kräht der Quotenhahn der Siedlung. Im Hintergrund donnern die Wellen. Es dämmert und so geht es hier auf Kauai auf 19.00 Uhr zu.

Dieser Tag war so ein typischer, wir-machen-Nix-und-doch-ganz-viel-Tag.

Mit massivem Regen ging es los. Genauso, wie es gestern abend aufhörte. Unglaublich. So konstant viel Regen gibt es bei uns zu Hause im Prinzip nie. Mittlerweile hat sich vor unserem Hotelfenster eine riesige Pfütze gebildet. Wir jumpen zum Frühstück, welches wir das einzige Mal indoor einnehmen müssen, da auch der Freisitz komplett geflutet ist.

Regen ohne Ende

Dieses Mal gibt es neben dem klassischen Omelett die typisch amerikanische Bananen-Blaubeer-Pancakes. Oben drauf ist eine Eiskugel. Hm. Marcus kostet – oh nein. Es ist keine Eiskugel. Es ist warme gesalzene Butter. Uuahhh. So gar nicht meins.

Wir wissen, dass wir heute ganz viel Zeit haben und kosten die Zeit im Hotel in aller Ruhe aus. In den letzten Tagen haben wir uns dann doch noch ganz gut an diese Anlage gewöhnt und wie das immer so ist, feiert man eben die kleinen Momente. Zum Beispiel den Kaffee auf unserer Miniterasse.

Kaffee auf der Terasse

Dann checken wir aus dem Hotel aus und fahren in Lihue zum Walmart einkaufen. Da es nach wie vor in Strömen regnet, nehmen wir uns die Zeit, den Markt ausgiebig durchzustöbern. Neben quietschbunten und sündhaft teuren Eistorten…

bunte Torten

bunte Torten

…(die bei uns kein Mensch essen würde – hoffe ich), kaufen wir dann auch ein wenig Käse. Die Auswahl ist überschaubar, die Nachfrage hier scheinbar nicht so hoch. Hier zeige ich euch mal das ganze Käseregal.

Käseregal

Auch der Rest des Milchprodukteregals ist nicht wirklich größer.

Butterregal

198 Gramm Butter, 2,45 Dollar. Gekauft, denn das ist die günstigste.

Erstaunlicherweise finde ich dann wiederum ein paar Sandaletten für 9,90 Dollar. Das steht in keinem Verhältnis.

Nächste Station Waschsalon. Wir suchen immer bei google-maps, lesen die Bewertungen und haben damit bisher meistens Glück gehabt.

Waschsalon Hawaii

Los gehts – wir beladen die Maschine, denn – unsere Lieblingst-shirts wollen wir gern sauber haben und staunen gleich nicht schlecht. Das erste Pärchen trocknet gerade ihr Zelt im Trockner und nachdem sie das getan haben, klauen sie allen Ernstes eine halbe Tupperdose voll Flüssigseife aus dem Spender. Wie peinlich ist das denn. Und ja, leider waren es Deutsche.

Die zweite Frau steckt ihre völlig verdreckten nassen Wanderschuhe in den Trockner. Es ist ja nicht so, dass hier die Leute ihre blütenweiße, gerade frisch gewaschene Wäsche reinstecken. Nicht schön, wie egoistisch hier vorgegangen wird.

Ja, es hat viel geregnet und als Camper ist das wirklich unangenehm. Aber dann muss man vielleicht doch mal eine Nacht ins Hotel um sich vernünftig zu reinigen und zu trocknen. (scheinbar haben wir immer noch zu wenig Aloha im Blut. Denn ja – wir regen uns gerade ganz üblich auf. Marcus spricht den Seifen-Dieb sogar an… – denn wir schämen uns kolossal für unsere Landsleute)

Dann ist die Zeit ran und wir fahren zu unserer nächsten Unterkunft Richtung Kilauea. Auch dies haben wir über AirB&B gebucht. Von der Wohnungsinhaberin haben wir die Adresse und google schickt uns exakt zu dieser Adresse nur leider finden wir die Wohnung nicht.

Wir gucken die Straße runter und sehen das –

Blick in die eine Richtung

Wir haben eine Hausnummer und wir wissen, dass die Tür offen und der Schlüssel drinnen ist. Wie die Wohnung aussehen soll, wissen wir von den Fotos im Buchungsportal. Wir irren die Straße auf und ab, schleichen uns auf einige Grundstücke und finden teilweise sehr versteckt die Hausnummern. Doch die richtige ist nicht dabei. Wir schauen die Straße hoch ….

Blick Straße hoch

Klinken hier und da an den Türen und lugen durch die Fenster. Doch die untersuchten Häuser sind leider alle zu. Kniffliger Ratespaß, den die Vermieterin uns hier gegeben hat. Die angegebene Nummer ist überhaupt nicht angeschrieben. Und dann schauen wir noch in die dritte mögliche Richtung… und es gehört schon etwas Mumm dazu, einfach die Grundstücke zu betreten. Wir sehen nicht, ob die Eigner zu Hause sind, wir sehen keinen Mensch. Irgendwo klingt Marcus dann einfach an einem nächsten Haus und siehe da – Sesam öffne dich. Die Tür geht auf und die Möbel sehen aus wie auf dem Foto. Diese Couch konnte man einfach nicht verwechseln.Tolle Überraschung in diesem Haus. Im Untergeschoss kann man zwar die Tür abschließen aber die Fenster bestehen nur aus Gaze. (vielleicht kannst du es hinter der Couch erahnen). So sitzen wir also zwar im Haus aber quasi im Freien. Auch mal ein tolles Gefühl.

Wir erkunden das Obergeschoss und finden unser Schlaflager. Liebevoll sind Orchideen zur Deko ausgelegt. Wir sind total begeistert.

unser Schlafgemach (sorry – für den Finger auf der Linse ;-))

Das Haus befindet sich in einer Bucht, die Tsunamiwarnungen natürlich inklusive. 2 Minuten vom Haus entfernt befindet sich der kleine Strand, welcher jedoch verhältnismäßig privatisiert ist. Es gibt zwar einen Zugang aber die Bucht ist relativ zugebaut.

zum Strand

Wir nehmen den kleinen Strandzugang und betreten den wildromantisch wirkenden Strand. Auch hier hat der Regen und der Wind seine Spuren hinterlassen. Wir sind auch hier alleine. Wir finden es interessant, ein wenig in dieser Siedlung umherzuschlendern. Wir entdecken, begutachten und bestaunen auch die Bauweise. Die meisten Häuser stehen auf Pfählen.

Hochbauweise

typisches Häuser

Hier sind es vor allem die Details, welche unser Auge anziehen. Oder das hier. Was ist das? Kennt das jemand? Bitte rein in die Kommentare!

What is das?

Oder hier …. das lässt mich an die vielen Stunden in der Turnhalle erinnern. Früher, als ich mit meinem damaligen Verein Knorcke in Leipzig dem Basketball hinterhergejagt bin.

was für ein Luxusspielplatz … inmitten von Palmen

Ach, die Natur rund um unser neues Domizil ist echt schön. Einfach nur eine Palme …. wann hat man das schon mal?

Palme mit Kokosnüssen dran

Hier in dieser Unterkunft haben wir wieder eine schöne und gut ausgestattete Küche. Wir kochen eine Kleinigkeit und widmen uns dann …. so wie der Beitrag anfing …. bei Vogelgezwitscher …. unseren Blogs. Schön. Wirklich schön.

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