Dolomiti Supersun – vergünstigt Ski fahren in Südtirol auf der Sella Ronda

Abfahrt von der Marmolada

Bereits zum dritten Mal zog es uns nun auch dieses Jahr zum Skifahren nach Südtirol. Unsere Unterkunft fanden wir  im touristisch gut erschlossenen Örtchen Corvara. Extrem glücklich waren wir dieses Mal über die Lage unserer Ferienwohnung. Recht zentral gelegen, brauchten wir zu Fuss ungefähr 2 Minuten bis zum Lift, der genialste Luxus überhaupt. Wir waren also völlig unabhängig von Auto und Skibuss. Obendrauf gab es noch einen Sonnenbalkon mit Blick Richtung Grödnerjoch.

Blick Richtung Grödnerjoch

Was es genau mit der berühmten Sella Ronda auf sich hat, beschreibe ich weiter unten. Doch vorab schon einmal soviel – speziell für Sella Ronda Fans ist Corvara ein sehr guter Ausgangsort. Aber nicht nur das, mit einer guten Variationsbreite an Pisten, spricht Corvara vom Kleinkind über den Anfänger bis zum sportlich ambitionierten Fahrer alle Level an.

Warum wir im März noch Ski fahren –  Dolomiti Supersun Angebot

Jedes Jahr ungefähr ab 20. März beginnt in diesem Skigebiet die Aktion Dolomiti Supersun. Das heißt, beim 6 Tagesskipass, gibt es einen Tag geschenkt. Dieses Jahr haben wir für 6 Tage 225 Euro bezahlt. (normaler Preis in der Hauptsaison ist 287,00 Euro). Auch einige Unterkünfte beteiligen sich mit einer gratis Nacht. Wir finden, das ist ein faires Angebot, denn natürlich sind im März die Pistenbedingungen nicht zwingend die allerbesten. Dieses Jahr bewegten sich die Temperaruten fast ausschließlich und teilweise extrem weit oberhalb des Gefrierpunktes.

17° !!!

Der Schnee war im umgebenden Gelände weitesgehend weggetaut, mühevoll aber erfolgreich werden die dicken Pisten bis weit in den Frühling gehegt und gepflegt. Ski fahren ist somit möglich, steigen aber die Temperaturen wie dieses Jahr bis auf das von mir hier bisher gesichtete Rekordhoch von 17 Grad, ist der Schnee natürlich recht bald sulzig. An mehreren Tagen waren wir also mittags schon wieder runter von der Piste.Das war zwar erst einmal ungewöhnlich für uns, doch so blieb richtig viel Zeit, den Ort und die nähere Umgebung zu explorieren. Was es in Corvara alles zu entdecken gibt, beschreibe ich in einem separaten Post. Am genialsten fanden wir den majestätisch aufragenden 2665 Meter hohen Berg Sassongher.

Die grüne und orange Sella Ronda

Highlight in diesem Skigebiet ist und bleibt die Umrundung des Sellamassivs. Das geht sowohl mit dem Uhrzeigersinn. Das ist die orange Runde. Oder man fährt entgegen dem Uhrzeigersinn. Das ist die grüne Runde. Dieses Mal haben wir wieder beide Runden absolviert. Weil sie für mich Schlüsselmomente darstellen, möchte ich meine Eindrücke und Tipps der Runden gern näher beschreiben.

Die Zeitangaben für die Sellaumrundung im Internet sind im Prinzip als grobe Richtlinie anzusehen. Die Runde ist 42 km lang. Ungefähr die Hälfte davon verbringt man auf dem Lift, die andere Hälfte auf blauen und roten Pisten. Der Weg ist durchgängig gut ausgeschildert. Einfach den farblich gekennzeichneten Sellaronda Schildern folgen. Normal zügig und nur mit einer Toilettenpause durchgefahren, haben wir als durchschnittliche Skifahrer für die orange Runde 3 Stunden gebraucht.

Das schöne in Corvara ist, dass man direkt in die Runden einsteigen kann. Morgens muss man sich lediglich entscheiden, in welche Richtung man fahren möchte. Wenn es wie bei uns diese Woche recht warm ist, empfehle ich, die orange Runde zu fahren. Das heißt in Corvara mit dem gelben Boe Lift starten. In paar Minuten steht man oben auf dem Berg und kann mit der Abfahrt beginnnen. Rein aus unserem Gefühl waren die folgenden Pisten in Arraba und im Fassatal stabiler und somit länger befahrbar.

Startet man in Corvara in die gründe Runde, sitzt man erst einmal eine ganze Weile (glaube so 30 Minuten) auf den Liften. Das ist zwar sehr gemütlich, jedoch sind dann leider zum einen die ersten Pisten bereits zerfahren und zum anderen kann das bei sehr niedrigen Temperaturen auch recht kühl werden.

Sightseeing auf der Sella Ronda – Abstecher, die sich lohnen

Die Marmolada

Auf 3245 Metern erwartet dich eine spektakuläre Aussicht. Bei gutem Wetter hat man vom höchsten Berg der Dolomiten einen ganz tollen Ausblick auf das Sellamassiv, Lang- und Plattkofel, Sassongher und sogar die Zillertaler Alpen.

Blick auf das Sellamassiv

Möglichkeit zur Einkehr, Besichtung des 1. Weltkriegsmuseums und auch ein Souveniershop konnten uns nicht davon abhalten, die uns zur Verfügung stehende Zeit, ausschließlich mit der genialen Aussicht zu verbringen.

Blick von der Marmolada

Die anschließende ca. 12 Kilometer lange und damit längste Abfahrt der Dolomiten haut uns jedes Mal von neuem wieder weg. Wir lieben sie einfach.

Abfahrt von der Marmolada

Raffiniert bei der diesjährigen Abfahrt, waren die sehr tief hängenden Wolken. Ab einem bestimmten Punkt sind wir im Blindflug die Piste runter. Mit Ach und Krach haben wir die jeweils nächste Pistenmarkierung gesehen. Da ich bei fehlenden Kontrasten ohnhin wie ein blindes Huhn im Hang rumstochere, hoffe ich dann einfach immer inständig, dass kein Abhang in der Nähe ist.

Wolke 7?

Sass Pordoi – Pordoispitze

Die Pordoispitze ist ein Gipfel im Sellamassiv. Genau wie die Marmolada, erreichst du die Pordoiaussischt mit einer Gondel. Die Ski bleiben unten.  Oben gibt es die Möglichkeit zur Einkehr und ebenfalls eine grandiose Aussicht.

Blick zum Pordoijoch

La Longia

Verlässt man die Sellaronda Richtung St. Christina, erreicht man über eine Tunneldurchquerung mit der Bergbahn Col Raiser sowie einer Liftfahrt, eine unserer persönlichen Lieblingspisten. Die La Longia.

Beginn der Abfahrt La Longia

Mit ihren 10,5 Kilometern lädt sie ein, sich selbst und vor allem die Oberschenkel, gut auf den Skiurlaub vorzubreiten. Die kleine Rast mit dem legendären Apfelstrudel im „Val di Anna“ – Restaurant Annatal entschädigt für alles, wofür es eigentlich keine Entschädigung bräuchte.

Apfelstrudel im Val di Anna / Restaurant Annatal

Warst du auch schon ein Mal in Südtirol und hast einen kulinarischen oder sportlichen Tipp für uns? Dann immer rein damit in die Kommentare, wir freuen uns.

 

Das könnte Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.