Gastbeitrag: „Abstecher von der Mosel  – Das Baybachtal – Traumschleife im Hunsrück“

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Selten, aber heute ist es mal wieder soweit. Ich darf Euch einen Gastbeitrag über das Baybachtal  präsentieren. Anja, meine Schwester hat diese Traumschleife im Hunsrück bewandert und mal wieder in die Tasten gehauen. Fast mag man meinen, alle Reiseverkehrskaufleute treiben sich nur in der weiten Welt umher – doch Anja und ihr Lebensabschnittsmann lieben, genau wie ich eigentlich auch, die eher sanft betretenen Pfade, die verborgenen Plätze, die zünftige Brotzeit einer lokalen Gastwirtschaft und eben die frische Luft des Waldes. Fühlt euch zum virtuellen Mitträumen eingeladen. Hier kommt die wunderschöne Wanderung:

Immer wieder zieht es uns für einen Kurzurlaub ins schöne Moseltal. Wandern durch die unterschiedlichen Weinlagen ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. In einem Reiseführer entdeckten wir den Tipp für die Baybachklamm. Klingt spannend, da fahren wir hin.

Logo Wanderweg Baybachklamm (© Foto: A. Hintringer)

Das Baybachtal, die Baybachklamm liegt circa eine Autostunde von Bernkastel-Kues entfernt und gehört zu einer der Traumschleifen im Hunsrück. (Anm. d. Red.: Die Traumschleifen Saar-Hunsrück sind ein Netz von 111 umschriebenen Wanderwegen, auf denen man versinnbildlicht ins Träumen gerät.)

Wanderweg Baybachklamm (© Foto: A.Hintringer)

Wir empfehlen als Ausgangspunkt den Wanderparkplatz Heyweiler. Hier gibt es einen guten Einstieg in diese Traumschleife. Wir machen uns auf den Weg.

Wanderkarte (Quelle: Wanderkarte am Wegesrand)

Relativ schnell geht es durch einen, mit hohen Bäumen bestandenen Wald, sehr steil bergab ins Buchbachtal. Wir folgen dem Buchbach. Wasserläufe faszinieren. Spiegelungen im Bach, plätschernde kleine Wasserfälle, Vogelstimmen begleiten ihn und uns. Unberührte Natur pur.

Buchbachtal (© Foto: A. Hintringer)

Von hier aus steigen wir wieder ziemlich steil nach oben und passieren das kleine Dorf Steffenshof. Schöne Panoramaausichten belohnen uns.

Panoramaaussicht (© Foto: A.Hintringer)

Weiter führt uns der Weg ins nächste Tal zum Prinzbach und dann weiter zur Baybachklamm. Wir passieren „Klöckners Kaul“, einen Zugang zu einem alten verschlossenen Stollen im Schiefergestein. Ganz urig ist es hier. Wer Picknick dabei hat, findet hier einen schönen Rastplatz. Wir passieren weitere Stolleneingänge, die Rückzugsgebiet für Fledermäuse sind. Das Schiefergestein beeindruckt uns sehr.

Picknickplatz (© Foto: A.Hintringer)

Stolleneingänge (© Foto: A.Hintringer)

 

 

 

 

 

 

 

Wir folgen dem Baybach. Teilweise geht es kurze Wege steil bergauf und bergab, teilweise mit Seilsicherung. Nach circa 2 Stunden unserer Wanderung erreichen wir die Schmausemühle.

auf und ab (© Foto: A.Hintringer)

Schmausemühle (© Foto: A.Hintringer)

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich wollen wir nicht einkehren, da wir Picknick dabeihaben. Aber, am Eingang lockt uns das Angebot der Himbeer-Rharbarber-Schorle und wir beschließen, hier eine Wanderpause einzulegen. Die richtige Entscheidung! Was für eine freundliche Bedienung und ein Genuss! Die Tischdeko mit den frischen Blumen, die leckere Schorle und das Essen! Alles sehr liebevoll. Wir können die Schmausemühle sehr empfehlen!

Schmausemühle (© Foto: A.Hintringer)

Schmausemühle (© Foto: A.Hintringer)

 

 

 

 

 

 

Glücklich beenden wir die Rast und wandern weiter durch die Klamm. Nach kurzer Zeit passieren wir die Heyweiler Bauernmühle. Dieser Ort wirkt auf uns fast verwunschen. Da wir keine weiteren Wanderer treffen, verstärkt sich dieser Eindruck. Schwer vorstellbar, dass hier gelebt und gearbeitet wurde in dieser gefühlten Abgeschiedenheit.

abgeschieden: Heyweiler Bauernmühle (© Foto: A.Hintringer)

Weiter geht es. „Weg an, weg ab, weg an, weg ab… .“ Wir saugen diese satte Natur in uns auf.

Weg Baybachklamm (© Foto: A.Hintringer)

Weg Baybachklamm (© Foto: A.Hintringer)

 

 

 

 

 

 

 

Der letzte steile Anstieg folgt. Oben angekommen gibt es noch zwei „be“-lohnende Ausblicke ins Baybachtal, die wir als Abschluss dieser Tour sehr genießen.

Ausblick Baybachtal (© Foto: A.Hintringer)

Nach circa 4 Stunden Wanderung stehen wir wieder am Ausgangspunkt und freuen uns, diesen besonderen Fleck Erde entdeckt zu haben.

Wir empfehlen diese Tour. Etwas Kondition, hohe Wanderschuhe und Trittsicherheit solltet Ihr mitbringen. Dann werdet Ihr ein gutes Erlebnis während dieser rund 10 km Traumschleife im Hunsrück haben.

Vielen Dank an Anja, die Tour klingt wirklich toll und ich kann quasi den frischen grünen Wald riechen.

Hier findet ihr weitere Gastbeiträge von Anja:

1. https://tripp-tipp.de/auf-ins-unbekannte-allgaeu/

2. https://tripp-tipp.de/eine-ueberraschend-schoene-reise-nach-oesterreich-im-september-2017/

3. https://tripp-tipp.de/die-unentdeckte-entdecken-saechsische-schweiz-ein-interview/

Wenn auch ihr nun ins Träumen kommen wollt – besucht doch einfach mal den heute beschriebenen Wanderweg und zur Vorbereitung die Traumschleifenwebseite:

https://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen

Und wenn auch du hier gern mal eine Urlaubsimpression in Form eines Gastbeitrages teilen möchtest – melde dich einfach per mail bei mir. Einen kleinen Text, ein paar ansprechende Bilder – mehr braucht es nicht.

 

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