Nov 21

Kurztripp in die Lutherstadt Wittenberg … ein Ausflug ins Spätmittelalter

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Ehrlich gesagt, ist dieses erste Bild des Beitrages etwas irritierend. Alles sieht so aalglatt, schön und auch farblich sehr modern aus. Und was ist das überhaupt für eine komische Kugel? Silbern und rot. Das soll der Markplatz von Wittenberg sein. Vielleicht warst du ja sogar schon mal hier.

Als wir jedenfalls da waren, da war es ganz anders. Also wirklich. Das muss ich dir einfach erzählen. Mühselig hatten wir die Pferde gesattelt, eine Kutsche war uns zu teuer. Dennoch hatten wir uns zu dieser Tagereise von unfassbaren 70 Kilometern von Potsdam kommend entschieden. Endlich wollten wir mal die mächtige Elbe sehen. Ein frischer Wind zog uns während der Reise um die Ohren. Doch wir hatten gute Kleidung. Derbe Leinen und darüber feinste Schafwolle. Weite Felder und üppige Wälder zogen an uns vorbei. Ackerbau und Viehzucht konnten wir unterwegs beobachten. Hier ein Landbäcker und da ein Schlachter. Einen Halt durften wir uns nicht erlauben. Wir mussten weiter, wenn wir vor Anbruch der Dunkelheit die Stadt Wittenberg noch erreichen wollten. Continue reading

Nov 01

Wie Herzblut einen Kirchturm formt – Besuch in der Kirche Sandau

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Auch wenn der heutige Beitrag ein wenig auf sich warten ließ, freue ich mich schon die ganze Zeit, euch diese wunderbare Geschichte zu erzählen. Es ist eine Geschichte voller Herzblut und unermüdlicher Schaffenskraft. Und ja – vielleicht habt ihr ja schon bald, dann wenn wir wieder reisen dürfen, Lust auf einen Ausflug an die Elbe. Um genau zu sein, nach Sandau im nördlichen Sachsen-Anhalt. Dort, wo auf einer ehemaligen slawischen Opferstätte die Pfarrkirche St. Laurentius und St. Nicolaus throhnt.

Ich muss meine Gedanken sortieren. Wo fange ich an? Denn die Begebenheit in der Kirche Sandau ist nur eine von vielen dieser Reise. Faszinierende zweieinhalb Tage durfte ich an der östlichen Elbe im Elb-Havel-Winkel entlangradeln, spannenden Geschichten von Einheimischen lauschen, die satte Natur der Elbauen bewundern aber vor allem die Freiheit auf meinem Rad genießen. Continue reading

Okt 04

Kombinierte Rad-Kanutour ab Rathenow – ein Kurztripp

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Radfahren machen wir gerne, auf dem Wasser gefällt es uns auch sehr gut. Was liegt also näher, als einmal beides miteinander zu verbinden. Das hatten wir noch nicht so oft, also los. In diesem Beitrag nehme ich euch mit nach Rathenow, Stadt der Optik und schön gelegen an der Havel. Hier auf dem Bild stehen wir auf einer der größten Brücken über die Havel, am Schwedendamm. Der rot-weiße Leuchtturm stand übrigens mal in Warnemünde. Initiativ aus seinem Nichtgebrauch gerettet, gehört er nun zum Optikpark Rathenow. Er ist ein Zeichen dafür, dass in der Stadt Rathenow Linsensysteme für Leuchtfeuer hergestellt wurden.

Ich hab´ noch gar nicht losgeschrieben und schweife schon wieder ab … denn eigentlich wollten wir doch Rad fahren. Und Boot. Dafür haben wir im Hotel Sonn´Idyll in Rathenow eingecheckt. Schon einmal gastierten wir während unser Radtour nach Hamburg hier und weil es so schön unkompliziert und freundlich läuft in dem Haus … kommen wir einfach mal wieder.

Wir sind jetzt also im Naturpark Westhavelland. Continue reading

Sep 17

Das kleine feine Örtchen Klietz an der Elbe

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Ich sehe das Wasser der Elbe, rieche den Herbst, der sich langsam über die weiten Elbwiesen legt, trete im steten Rhythmus meine Pedalen. Ein wirklich großartiges Lebensgefühl. Und dann liegt sie vor mir. Eine der Perlen meiner kleinen Reise entlang der Ostelbe.

Ich möchte euch mit reinnehmen. In einen Ort, wo Geschichte, die gottgegeben verblasst, durch viel Engagement erlebbar bleibt.

Wir fahren mal rein, in die Ortschaft Klietz.

Früher, bis 1993 gab es hier eine Bahnverbindung, heute rollt man entweder über die B107 oder per pedales auf dem Elberadweg ein. Continue reading

Sep 13

Kurztrip an die Elbe – erste Impressionen zur Radtour im Elb-Havel-Winkel

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Ich muss endlich mal wieder raus aus der Stadt. Es ist September 2020 und egal wo man hinhört, im Supermarkt, in der Innenstadt, am Kiosk – die Menschen sind irgendwie genervt. Die Ankündigung des Bundeswarntages setzt noch einen drauf. Zumindest bei uns in der Stadt ist das so. Mehr denn je, bin ich bestrebt, dieser Szenerie zu entkommen. Auch wenn es einige im Moment gar nicht so empfinden, aber wir haben immer die Wahl, uns für irgendetwas Besseres zu entscheiden.

Ich habe mich für die Elbe, um genau zu sein, den Elb-Havel-Winkel entschieden. Noch wird dieser nördliche Zipfel von Sachsen-Anhalt als Geheimtipp gehandelt. Als orientierende Orte  gelten südlich Tangermünde, nördlich Havelberg und östlich Rathenow. Continue reading

Sep 07

Impressionen der EinheitsEXPO Potsdam – 30. Jahrestag der Deutschen Einheit

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Wie das immer so ist. Eigentlich wollten wir nur kurz in die Stadt, ein paar Schuhe kaufen. Unser Weg führt uns durch den Schlosspark von Sansoucci und dann direkt über den Luisenplatz. Vor einer, in unschuldiges Weiß, verhüllten Skulptur steht ein Mikrofon, davor wiederum hat man eine kleine Absperrung aufgestellt. Ui. Das schaut irgendwie offiziell aus.

Ich frage mich, was das verhüllte „Wir“ wohl sagen würde, käme es tatsächlich mal ans Mikrofon.

Um diese Antwort oder auch andere Antworten zu finden, haben Journalisten ehrgeizig die erste Reihe bezogen. Hier scheint es wohl in Kürze eine Rede zu geben. Continue reading

Aug 30

Top oder Flop? Was macht einen guten Reiseblog aus?

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Foto: Marcus Kahl / www.fotokahl.de

Kürzlich, während ich durch die mittlerweile nicht mehr greifbaren Sphären der Reiseblog-o-Sphäre stöberte, fand ich die Erläuterung eines Seitenbetreibers, was er als Reiseblog empfindet und was nicht. Da bin ich stutzig hängengeblieben. Vor allem aus einem Grund – ich hatte noch nie darüber nachgedacht, dass das, was andere Blogger machen, kein bloggen sein könnte. Auch zwei Tage später beschäftigt mich diese Frage noch und aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, diesem Gedanken ein wenig nachzuforschen.

Wenn auch du deine Gedanken zu diesem Thema teilen möchtest, mach´ mit bei dieser Blogparade mit dem Titel:

Top oder Flop? Was macht einen guten Reiseblog aus?

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Aug 23

6. Etappe gen Hamburg: von Lauenburg Zieleinlauf nach Hamburg

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Elbe bei Lauenburg

…mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sowie einem letzten Blick von oben auf die Elbe, starten wir in den Tag. Es geht in den Endspurt und damit die 6. Etappe unserer insgesamt 374 Kilometer langen Radreise von Brandenburg an der Havel nach Hamburg.

So sehr wir uns das Reiseziel  herbeigesehnt haben, so sicher ist dann aber auch, dass die wunderschöne Tour entlang Havel und Elbe am Ende des Tages vorbei ist. Schade eigentlich. Es hätte ruhig noch ein wenig weitergehen können.

In der heutigen Etappe fahren wir also mit euch von Lauenburg linkselbisch weiter gen Norden. Wenn du ganz scharfe Augen machst, siehst du auf dem ersten Foto  links im Bild eine Brücke. Über die fahren wir gleich. Doch im Moment Continue reading

Aug 16

…aber ich möchte doch nur ein Brötchen oder wie die Pandemie sich auf unser (Reise)-Verhalten auswirkt

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Ich weiß, dass ich euch noch die letzte und damit sechste Etappe unserer Radtour gen Hamburg schuldig bin. Doch es passiert immer wieder so viel und das alles auf einmal, dass ich den heutigen Beitrag dazu nutzen möchte, einfach mal drauflos zu bloggen.

Grundsätzlich bin ich nämlich froh, überhaupt wieder in ein Laptop tippen zu können. Meins ist unwiderbringlich defekt. Leider. Ich hatte auf die Computerspezialisten gehofft – aber auch die konnten mir nur den Untergang des Gerätes bescheinigen. Es ist wie es ist, jetzt habe ich mir eins geborgt und bin froh, dass die rudimentärsten Funktionen wieder da sind. Einloggen ans Backend meines Blogs geht. Perfekt.

Zeit für eine Reiseanekdote. Überschrift steht ja oben – ich will doch nur ein weißes Brötchen. Continue reading

Aug 07

5. Etappe gen Hamburg: Von Hitzacker nach Lauenburg

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der kleine Fluß Jeetzel in Hitzacker, rechts und links unser Hotel

Die letzten Beiträge drehten sich auf diesem Blog um die einzelnen Radetappen entlang von Havel und Elbe gen Hamburg. Und genauso geht es auch noch weiter, die Tour war einfach zu schön. Im heutigen Beitrag kommen wir unserem Reiseziel mit der 5. Etappe schon recht nahe. Geweckt werden wir durch das Glockenläuten der Kirche in Hitzacker.

Die Baustelle und auch der Kirchturm vis-a-vis unseres wirklich tollen Hotels beginnen den Tag eher, als uns lieb ist. Es gongt, es hämmert. Zeit für uns, den Weg über die Fußgängerbrücke Richtung Café anzutreten, denn dieses Hotel liegt auf beiden Seiten vom Fluss und der Frühstücksraum eben jenseits vom Fluss. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Continue reading