Tagesausflug in den Zoo Leipzig

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Bonoboweibchen (Foto © Zoo Leipzig)

Unsere Eindrücke sind noch nicht ganz verarbeitet und so möchte ich völlig begeistert in diesem Beitrag über unseren Tagesausflug in den Leipziger Zoo berichten. Du erfährst hier, warum es sich lohnt, diesen Zoo zu besuchen. Außerdem gebe ich dir organisatorische Hinweise, sodass dem unkomplizierten Vergnügen nix mehr im Wege steht.

Zunächst möchten wir uns nochmals höchstöffentlich bei meinen Eltern für diesen schönen Tag bedanken. Mit Idee und Portemonnaie haben sie diesen Tag und somit auch diesen Beitrag ermöglicht.

Historischer Eingangsbereich (Foto © Zoo Leipzig)

Historischer Eingangsbereich (Foto © Zoo Leipzig)

Der Zoo öffnet 9.00 Uhr. Von Potsdam aus haben wir gut 90 Minuten mit dem Auto hierher gebraucht. Ein großes Parkhaus steht direkt vis á vis des historischen Haupteingangs. Der Tagessatz für parken kostet 6,00 Euro. Das ist ein super Deal. Hier steht man komfortabel. Wer gut zu Fuß ist und dieses Geld sparen möchte, parkt einfach in der Löhr- oder der Nordstraße, denn hier ist am Wochenende im Moment parken noch frei.

Das der Leipziger Zoo sehr beliebt ist, erschließt sich direkt bei Ankunft. Die Besucher strömen zahl- und vor allem kinderreich durch die Drehkreuze. Eine Tageskarte für einen Erwachsenen kostet 18,50. Klingt gehaltvoll und so ist es auch. Für diesen Preis, welcher sich im Laufe des Tages positiv relativiert, besuchen wir verschiedene Themenwelten sowie unheimlich viele Einzelgehege.

Umfangreiche Ausstellungen und auch interaktive Darbietungen stillen den Wissensdurst. Doch gleich mehr dazu. Denn kaum sind wir drin, beeilen wir uns, zur ersten Attraktion, zur Tropenerlebniswelt Gondwanaland zu gelangen.

Zoo Leipzig (© Zoo Leipzig)

Zoo Leipzig (© Zoo Leipzig)

Auf einer überdachten Fläche  von 16.500 Quadratmeter herrscht tropisches Klima. Es ist wirklich an alles gedacht, denn Jacken und Taschen kann man in Schließfächern verstauen. Phantasiereich betreten wir das Sinnbild des Urkontinents Gondwana  über einen Vulkanstollen. Optional fährt man  dann für 1,50 Euro pro Person mit einem Boot multimedial gestaltet durch die Erdgeschichte in die Tropen hinein. Schön, wie diese kurze Fahrt das kleine große Kind in mir zum Staunen erweckt. Und wie auf Knopfdruck und dennoch zufällig, tapst das Tapir genau bei unserem Eintreffen zum Futtertrog am Wasser. Genial.

Tapir (© Zoo Leipzig)

Tapir (© Zoo Leipzig)

Über den Rundwanderweg gelangen wir nun unter anderem zur Totenkopfaffeninsel. Spätestens hier fühlen wir uns direkt wie auf Gibraltar. Die Zoomitarbeiter kontrollieren, ob all unsere Taschen verschlossen sind, denn bis auf Armlänge treffen wir nun auf diese süßen freilaufenden Äffchen.

Anfänglich sollen sie sehr frech gewesen sein und den Besuchern Sonnebrillen und ähnliches geklaut haben. Doch heute sind sie ganz manierlich und lassen sich von uns aus nächster Nähe betrachten.

Totenkopfaffen (© Zoo Leipzig)

Totenkopfaffen (© Zoo Leipzig)

Das ist doch mal was. Hautnah. Und irgendwie weiß man nie, ob sie einem nicht doch auf die Schulter hopsen. Ein bisschen aufregend also. Eine halbe Stunde später sind die Affen weg. Wir hatten echt Glück. Gut zwei Stunden verbringen wir in dieser wohlig warmen Tropenlandschaft. Schreiten über schaukelnde Hängebrücken, genießen den Blick auf´s tropische Blätterdach, entdecken hier und da selten bunte Vögelchen und wunderschöne Blüten. Den Abschied aus der Tropenwelt bildet ein Besuch im klimatisierten Restaurant Patakan. Und fast wie in einer asiatischen Garküche, bereitet uns der Koch eine schmackhafte Reisnudelsuppe mit frischen Gemüse. Für 6,99 nicht ganz so günstig wie in Bangkok und dennoch erschwinglich.

Gestärkt wollen wir nun zum Pongoland, die Menschenaffeanlage. Doch da das Zoogelände wirklich weitläufig ist, streifen wir bis dorthin noch die mittlerweile auch begehbare, historische Vogelvoliere und kommen auf dem mit indischen Fahnen gesäumten Weg direkt zum Elefantentempel Ganesha Mandir. Die Elefanten vergnügen sich gerade alle im Außengelände und zu ihrem persönlichen Sonnenschutz bewerfen Sie sich mit Sand.

Elefanten (© Zoo Leipzig)

Elefanten (© Zoo Leipzig)

In unmittelbarer Nähe folgt auch noch die Tiger Taiga und wir können uns persönlich davon überzeugen, dass man alles Mögliche getan hat, den Tieren eine angemessene Umgebung zu schaffen.

Tiger Taiga (© Zoo Leipzig)

Tiger Taiga (© Zoo Leipzig)

So allmählich beginnen sich meine Füße in Plattfüße zu verwandeln und ich bin sehr froh, dass ich Turnschuhe angezogen habe. Es ist Samstag, die Sonne lacht, dass es kaum zum Aushalten ist und so bleibt nicht aus, dass wir uns mittlerweile in einem Tross  von Menschen bewegen. Wer also zeitlich flexibel ist, besucht den Zoo am besten wochentags.

Nun haben wir das Pongoland erreicht. Riesige Menschentrauben erhoffen sich lustige Regungen und Gesten von Silberrücken und Co. Doch es ist Mittag, die Tiere sitzen gemütlich in der Anlage und fast scheint es, als sind sie von den vielen lärmenden Gästen gelangweilt. Hat auch schon wieder was lustiges. Kommen cool rüber diese Affen. Ich mag sie jedenfalls in jeder Stimmung.

Gorilla (© Zoo Leipzig)

Gorilla (© Zoo Leipzig)

Ein paar Meter weiter geht es etwas reger zu. Die Urang Utans sind nicht ganz so verträumt und so kommt schon mal bisschen action auf. Mit langen kräftigen Extremitäten zeigen sie akrobatische Künste. Die Menge staunt, lacht und zieht dann erlebnishungrig weiter. Wir auch.Wir folgen den Wegweisern Richtung Kiwara-Savanne. Ein riesiges Areal, auf welchem sich afrikanische Arten tummeln. Posierlich halten sich die Giraffen direkt am Aussichtspunkt auf. Und während sich eine von ihnen mit riesigen Ästen den Rumpf kratzen lässt, dreht sie ganz fotogen für uns den Kopf von links nach rechts und zurück. Sooo süß. Weiter unten sucht das Zebra nach Futter und wir hoffen, dass sich die Säbelantilope mit ihren ultralangen Hörnern nicht selbst in den Rücken hakt. Ach man kann einfach so ein wenig hier stehen und den Tieren zuschauen. Das entschleunigt und macht Spass.

Kiwara-Savanne (© Zoo Leipzig)

Kiwara-Savanne (© Zoo Leipzig)

Wer nicht gern steht, hat hier die Möglichkeit vom Freisitz des Restaurants bei einem Getränk den Ausblick auf die Tierlandschaft zu genießen. Wir bummeln weiter entdecken Hyänen und auch Nashörner.

Nashörner (© Zoo Leipzig)

Nashörner (© Zoo Leipzig)

Wirklich gut gemacht. Kein Vergleich mehr mit früher. Der Zoo hat sich dermaßen gemausert, dass ich, nach langer Zeit mal wieder hier, aus dem Staunen nicht mehr rauskomme.

Immer wieder moderieren Tierpfleger im Gehege. Dieses Mal können wir ein wenig über die süßen Erdmännchen lernen. Jeweils ein Tier der Gruppe steht auf einer Erhöhung. Der Wächter. Er wacht darüber, dass sich kein Raubtier nähert.

Erdmännchen (© Zoo Leipzig)

Erdmännchen (© Zoo Leipzig)

Im Restaurant Hacienda Las Casas kehren wir erneut ein. Für 2,90 bekommen ich ein sehr leckeres Stück Pflaumenkuchen und den großen Pott Kaffee gibt es dazu für 3,59 Euro. Es geht nichts über ein halbes Stündchen sitzen, uff.

Nun wollen wir eigentlich noch das berühmte Lama Horst sehen. Doch leider bleibt uns der heimliche Fernsehstar (Elefant, Tiger und Co.) heute verborgen. Das Gehege wirkt unbewohnt. Stattdessen entdecken wir eine kleine Ausstellung zum Masterplan des Zoos. Auf mehreren Schautafeln kann man die Entwicklungsschritte des Zoos nachvollziehen. Entwicklungsphase 3 dauert noch bis 2018 an. Neben den vielen wunderbaren Landschaften entsteht nun noch die Themenwelt Asien mit einer dem Himalaya gleichenden Bergwelt.

Außerdem folgt noch Südamerika mit den Landschaften Pantanal, Patagonien und Feuerland. Dann werden auch Pinguine und Robben ein noch viel lebensechteres zu Hause bekommen. Doch auch jetzt kann man den Robben schon beim Tauchen zuschauen und wer Kinder mal so richtig quietschen hören will, geht einfach die paar Stufen runter. Auf der einen Seite kleben die Kinder an der Scheibe auf der anderen taucht ganz knapp die Robbe vorbei. Das ist schon irgendwie ein tolles Bild.

Unser Rundgang endet für heute im Aquarium. Und wer den Disney Film „Findet Nemo“ kennt, weiß, dass man mit Kindern hier einfach rein muss. Denn hier wohnt Nemo, der eigentlich oranger Ringel-Anemonenfisch heißt. Mit ihm natürlich all seine kunterbunten Freunde. Farbenfroh ziehen sie in den großen Aquarien ihre Bahnen.

Aquarium (

Aquarium (© Zoo Leipzig)

Highlight und unser heutiger letzter Programmpunkt ist das hier im Obergeschoß liegende 360° Becken. Zwei Schwarzspitzen-Riffhaie schwimmen hier unentwegt, denn nur so ist ihre Sauerstoffversorgung gesichert.

Der Zoo hat bis 19.00 Uhr geöffnet. Aus unserer Sicht ist es eigentlich nicht wirklich zu schaffen, alle Tiere an einem Tag in Ruhe anzuschauen. Besser also, du steuerst die gewünschten Gehege gezielt an. Auf einem interaktiven Zooplan kann man sich die gewünschten Tiere eintragen. Der Plan schlägt dann die Route vor und zeigt an, wie lange die Tour ungefähr dauern wird.

Meine persönliche Hitliste zu diesem Zoobesuch:

Meine absoluten Favoriten waren heute: Die Totenkopfaffen im Gondwanaland. Die Farbpunkte gehen an die Gebirgsloris sowie den gelb-rosa Königsfeenbarsch. Diesen findest Du im Aquarium. Die kurioseste Körperform, welche ich heute entdeckt habe, hat das südliche Kugelgürteltier. Dieses findest du kurz vorm Ausgang im Vogelhaus.

Hilfreiche Links für deinen Besuch im Zoo Leipzig

  1. Internetseite des Zoos
  2. Interaktiver Zooplan zum Erstellen einer individuellen Route
  3. Leipziger Verkehrsbetriebe zum Erstellen einer Anreiseverbindung
  4. Mediathek mdr „Elefant, Tiger und Co.

 

 

 

 

 

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