Kurzurlaub Rügen mit Besuch der Störtebeker Festspiele

Seebrücke Sellin

Seebrücke Sellin

Traditionell schon fest verankert ist unser jährlicher Besuch der Störtebeker Festspiele in Ralswiek auf Rügen. Dieses Mal wohnen wir im Seebad Sellin. Und weil das Wetter so unglaublich gut ist, spazieren wir direkt nach Ankunft zur Seebrücke. Die meisten Bundesländer haben noch keine Ferien, insofern schaut der Strand noch überschaubar leer.

Schuhe aus, yeah!

Schuhe aus, yeah!

Das dauert nicht lange und schön gönnen wir unseren Füßen ein Peeling. Schuhe aus und am Strand losgewandert Richtung Baabe.

sandige Steilküste bei Sellin

sandige Steilküste bei Sellin

Regen greift immer wieder den empfindlichen sandigen Bereich der Steilküste an. Auf Tafeln wird gewarnt, nicht an der Küste zu klettern.

Am Strand bei Sellin

Am Strand bei Sellin

Liegt es an der Jahreszeit oder ist das hier in Sellin immer so? Ich weiß es nicht genau. Jedenfalls ist der Strand im Moment ordentlich von angeschwemmten Algen gesäumt. Der Geruch ein Zwischending zwischen „ich-liebe-die-Ostsee“ und „muss-mir-aber-trotzdem-die-Nase-zuhalten“. Trotzdem macht es Spass am Strand entlang zu laufen. Eine Menge Schwäne sind dieses Jahr hier.

Auf dem Hochuferweg bei Sellin

Auf dem Hochuferweg bei Sellin

Für den Rückweg wählen wir den wirklich angenehmen Hochuferweg mit wunderschönem Blick auf das Meer.

Der Hochuferweg zwischen Baabe und Sellin

Der Hochuferweg zwischen Baabe und Sellin

Wir kehren zurück nach Sellin. In de Hauptstraße kehren wir bei No. 54 ein. Bei wirklich freundlicher Bedienung landen Fischgerichte und Bratkartoffeln auf unserem Tisch. Wer hier nicht sitzen möchte, kann sich auch nur am Imbiss-Stand drinnen mit einem Fischbrötchen auf die Faust versorgen. Am Abend geht ein ordentliches Unwetter mit viel Blitz und Donner über der Küste nieder.

Am nächsten Morgen lacht uns die Sonne aus dem Bett und wir starten zu einer kleinen Wanderung, die ich persönlich sehr mag. Der Hochuferweg führt von Sellin bis Binz. Durch beeindruckenden Buchenwald geht es 7 km.

Auf dem Hochuferweg Richtung Binz

Auf dem Hochuferweg Richtung Binz

Mal auf, mal ab und immer wieder gibt es die Gelegenheit zu einem Blick auf die Ostsee. Heute ist es etwas diesiger als gestern und auch ordentlich schwül. Ab und an versucht eine kleine freche Mücke anzudocken, doch bei unserem Tempo, keine Chance….. 😉

Ausblick vom Hochuferweg

Ausblick vom Hochuferweg

Ausblick vom Hochuferweg

Ausblick vom Hochuferweg

Selten geht es sehr nach an der Steilküste vorbei, jedoch immer ist der Weg ausreichend breit.

Am Steilhang entlang

Am Steilhang entlang

Wir treffen heute kaum einen Mensch, das mag daran liegen, dass in den meisten Bundesländern noch keine Ferien sind. Jedenfalls können wir so, den Buchenwald richtig genießen. Das ist Entschleunigung pur.

sehr alte Buchen

sehr alte Buchen

Ab und an müssen wir mal ein kleines oder größeres Hinderniss über- oder unterwandern. Doch auch das ist gut machbar und lockert die Sache ein wenig auf.

Weg mit Hindernissen

Weg mit Hindernissen

Die meiste Zeit ist dieser Weg ein wirklich beschaulicher Weg wie unten abgebildet.

Hochuferweg zwischen Sellin und Binz

Hochuferweg zwischen Sellin und Binz

Der starke Regen gestern Abend hat Sand von der Steilküste ins Wasser gespült. Nettes und seltenes Bild.

ausgespülte Küste

ausgespülte Küste

Und dann finden wir irgendwo eine Rinne und steigen wenige Meter ab Richtung Strand.

am Strand

am Strand

Strandimpression kurz vor Bind

Strandimpression kurz vor Bind

Wir nähern uns Binz. Und obwohl natürlich deutlich mehr Menschen auf der Bildfläche erscheinen, sind immer noch eine Menge Strandkörbe frei. Sachsen hat wohl schon Ferien. Meinen Heimatdialekt kenne ich gut, man hörts.

Strand Binz

Strand Binz

Dann frischt der Wind auf und Wellen toben an den Strand. Die ersten Ferienkinder finden es toll. Kämpfen mit Schwimmbrille und riesigen luftaufgeblasenen Wasserreifen unkaputtbar gegen die Kräfte der Natur.

Wellen in Binz

Wellen in Binz

Danach gehen wir in die Ladenstraße. Kleiner Pflichtbummel, denn hier gibt es das beste Softeis.

Softeis

Softeis

Die Wolken verdunkeln sich nun ziemlich rasant. So ganz geheuer ist uns das nicht, denn für abends haben wir eigentlich weit im Vorraus Karten für die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek gebucht. Kurz bevor wir in Sellin mit dem Auto losfahren wollen, tobt auch heute ein kräftiges Gewitter hernieder. Ratlosigkeit macht sich kurz breit. Außer Warten bleibt uns wirklich nichts anderes übrig. Irgendwann wird der Regen zumindest so, dass wir zum Auto rennen können. Wir scheinen ja quasi vom Glück verfolgt. Während der halbstündigen Fahrt, beginnt tatsächlich der Himmel aufzureisen. Bei leichtem Regen aber gut überfluteten Straßen und Wegen, parken wir unser Auto.

Wasser marsch!

Wasser marsch!

Und dann sind wir drin. Im sich jährlich wiederholenden Szenario. Im Tross laufen wir die 1,5 Kilometer vom Parkplatz bis zum Eingang. Man könnte auch eine der vielen Bimmelbahnen nehmen. Doch heute steht hier aufgrund des Regens eine Schlange. Bis wir dran wären, sind wir wohl auch schon da. (Ansonsten käme eine Fahrt 2 Euro)

im Tross zu Störtebecker

im Tross zu Störtebecker

Am Eingangsbereich kann man sich noch mit den nötigsten Utensilien ausstatten. Nach jahrelanger Erfahrung haben wir mittlerweile von Regenkleidung über Sitzkissen und warmer Decke alles dabei. Rucksäcke darf man ohne Weiteres mit hineinnehmen. Somit auch Essen und Getränke.

selbstredend

selbstredend

Irgendwie ist das immer so eine angenehm aufgeregte Atmosphäre. Wir stürzen noch zum Grill- und Pommesstand, essen eine Kleinigkeit und dann füllen sich auch ziemlich schnell die Ränge. Gleich ertönt der Gong und es geht looohoooos. Ich liebe dieses phantasievolle Bühnenbild. Jedes Jahr ein wenig abgewandelt und so gibt es bestimmt immer irgendeine Überraschung. Dieses Mal sorgt der Falkner dafür, doch mehr möchte ich nicht verraten.

die Reihen füllen sich, gleich geht es los

die Reihen füllen sich, gleich geht es los

Bühnenbild

Bühnenbild

Bühnenbild

Bühnenbild

Bühnenbild

Bühnenbild

Das halbe Örtchen Ralswiek ist als Schaussteller vertreten. Und wer nicht auf der Bühne steht, verkauft bestimmt Karten, Eis oder kümmert sich um die vielen Pferde.

und ordentlich krawumm

und ordentlich krawumm

Und wie immer gibt es irgendwann im Laufe der Veranstaltung ein ordentliches Krawumm. Irgendwas wird bestimmt bombardiert, gesprengt oder zumindest befeuert. Auch zwei spannende Stunts gibt es dieses Jahr zu verfolgen. Umjubelter Star des Ensembles ist Wolfgang Lippert alias Lippi. Mit gesangsstarken Einlagen sorgt er für die nötige emotionale Untermalung. Und während er dieses Jahr ehrfürchtig vom Albatross singt, flattert fröhlich ein Kormoran über ihn hinweg. Er merkt es sicherlich nicht – freut sich aber, dass die Menge tobt. Herrlich kurzweilig hier.

Höhenfeuerwerk

Höhenfeuerwerk

Zur Melodie von Sail away rumpeln zu guter Letzt noch ein paar Höhenraketen in die Luft. Toll Toll Toll. Wir werden hier immer wieder herkommen.

Höhenfeuerwerk

Höhenfeuerwerk

Bloß nicht den Bus verpassen!

Bloß nicht den Bus verpassen!

Und kaum geht es dem Ende entgegen, springen die Massen auf und rennen raus. Da bin ich nicht ganz einverstanden. Schließlich ist der einzige ordentliche Lohn, den ein Schauspieler bekommt – der Beifall. Also bitte schön bis zum Ende bleiben.

....und leer.

….und leer.

Wir lassen uns wie immer Zeit, denn man würde eh nur im Gedränge anstehen. Wir wandern die 1,5 Kilometer zum Parkplatz wieder hoch und erreichen so gegen kurz nach 0.00 Uhr das Hotel in Sellin. Also schön warm anziehen und vorher einen starken Kaffee trinken.

Ganz leer!

Ganz leer!

Am nächsten Morgen hat es deutlich abgekühlt. Gute 10 Grad Temperatursturz und bewölkt. Wir machen uns auf Richtung Prora. Eigentlich wollen wir zum Baumwipfelpfad in Prora. Doch es ist Stau und wir halten erst einmal an diesem wunderschönen Kornblumenfeld.

Kornblumenfeld bei Sellin

Kornblumenfeld bei Sellin

Den Baumwipfelpfad haben wir immer noch nicht gefunden, doch irgendwie zieht diese „Kraft-durch-Freude“ Anlage sowieso immer wie ein Magnet. 4,5 Kilometer ist dieser von Clemens Klotz geplante Bau lang und noch längst sind nicht alle Blöcke neu genutzt oder gar restauriert.

KdF-Anlage Prora

KdF-Anlage Prora

Verlassen und durch einen spärlichen Bauzaun eingezäunt stehen die unabreißbaren Gebäude und warten auf ihre Aufwertung, welche in Teilen schon zu schönen Wohnungen und einer Jugendherberge geführt hat.

KdF-Anlage Prora

KdF-Anlage Prora

Prora restauriert

Prora restauriert

Ein Mekka für Sprayer. Mauerreste am Strand von Prora.

Am Strand von Prora

Am Strand von Prora

Am Strand von Prora

Am Strand von Prora

Die Natur erobert sich die Gemäuer.

Die Natur erobert sich die Gemäuer.

Augen der Geschichte .... Fenster in der KdF-Anlage Prora

Augen der Geschichte …. Fenster in der KdF-Anlage Prora

Ein bißchen wirken dieses gespenstisch defekten Fenster wie riesengroße Augen. Jedes erzählt einen anderen Schwank aus der Geschichte. Ab und an schaut tatsächlich hier und da ein unverfrorener Tourist heraus. Und das obwohl abgesperrt ist. Unglaublich.

Der Mauersegler

Der Mauersegler

Der kleine Mauersegler ist ganz zutraulich und erzählt mir, dass es hier bald schöner sein wird. Dann fliegt er wieder zwischen die Gebäude. Und auch Post wird erst mal keine hierher kommen.

Postkasten

Postkasten

So. Filmschnitt …. denn dann finden wir ihn doch noch. Den vielbeworbenene Baumwipfelpfad. Für 10 Euro dürfen wir diesen rollstuhlgerechten Weg hinaufsteigen.

Baumwipfelpfad Prora

Baumwipfelpfad Prora

Ab und an gibt es kleine Kletter- und Balancestrecken. Auf vielen Leertafeln wird anschaulich das Baumwachstum und die Entwicklung der Natur von Prora erklärt.

Balanceelemente Baumwipfelpfad Prora

Balanceelemente Baumwipfelpfad Prora

Boah. Und dann haben wir es geschafft. Wir stehen ganz oben. Von dem einem Adlerhorst nachempfundenen Bau können wir einen herrlichen Rundumblick über Rügen genießen.

Grüße aus dem Adlerhorst

Grüße aus dem Adlerhorst

Am besten hat mir hierbei der Blick Richtung Jasmunder Bodden gefallen. Aber auch die Ausdehnung der KdF-Anlage ist gut sichtbar, die Seebrücke in Binz und das Jagdschloß Granitz. Fantastisch.

Blick auf den Jasmunder Bodden

Blick auf den Jasmunder Bodden

Dann fahren wir nach Binz. Bevor es nach Hause geht, möchten wir auf der Flaniermeile noch einen Kaffee genießen.

Flaniermeile Binz

Flaniermeile Binz

Ja und die nächsten zwei Bilder sind mit der Bildunterschrift eigentlich selbstredend.

ICH

ICH

ER!!!

ER!!!

Ein schönes verlängertes Wochenende geht bei Sonnenschein zu Ende.

Bye Bye Rügen. Rügendamm.

Bye Bye Rügen. Rügendamm.

Auf Wiedersehen Binz, ich komme mit Sicherheit wieder.

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3 thoughts on “Kurzurlaub Rügen mit Besuch der Störtebeker Festspiele

  1. Hallo Sandra ein toller Bericht und fast alle Punkte sind mit unserem Junior letztes Jahr abgelaufen außer die Störtebeker Festspiele.
    Rügen ist immer eine Reise wert. 🙂
    Lg Jakob Doreen und Ernst

    • Hallo Ernst. Freu ich mich, wenn der Bericht gefällt. Und Ja – Rügen ist Klasse! Nächstes Jahr schauen wir die nächste Episode. Könnt Euch gerne anschließen. Lg Sandra

      • Ja so ein Besuch der Festspiele haben wir uns schon überlegt.
        Mal schauen ob es nächstes Jahr einen kurztripp auf Rügen gibt. 🙂
        Lg ernst

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